Erleben und Vertrauen

1. Schwerpunkt: Erleben und Bewerten von Vertrauen in der Bildungs- und Berufsbiographie

2. Fragestellung: Wie erleben und bewerten Nachwuchswissenschaftler_innen Vertrauen im Rahmen ihrer Karriereentwicklung innerhalb der Hochschule, welche persönlichen Bedingungen spielen dabei eine Rolle und welchen Einfluss haben diese auf bildungs- und erwerbsbiographische Entscheidungen bzw. die Gestaltung der persönlichen Biographie genommen?

Besonderer Fokus liegt dabei auf den „Statuspassagen“ wissenschaftlicher Karriereverläufe von Nachwuchswissenschaftler_innen unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen Qualifizierungsstufen und -erfahrungen, der Form der Beschäftigungsverhältnisse und der Bindung an die Hochschulen, der fachwissenschaftlichen Verortung sowie geschlechtsbezogenen Laufbahnmodelle.

3. Vorgehen: Schwerpunktmäßig werden Nachwuchswissenschaftler_innen außerhalb strukturierter Nachwuchsförderprogramme in unterschiedlichen Qualifizierungsphasen und -positionen (d.h. Doktorand_innen, Post-docs, Habilitierende, Juniorprofessor_innen usw.) in den Fächergruppen Geistes- und Sozialwissenschaften und Lebens- und Naturwissenschaften untersucht.

4. Ziel: Erkenntnisziel ist es, neben der grundlagentheoretischen Systematisierung der Bedeutung des Vertrauensbegriffs in Bildungs- und Qualifikationsprozessen, konstitutive Sozialbeziehungen wie auch Institutionen der Nachwuchsförderung im Hochschulkontext unter Berücksichtigung unterschiedlicher fachwissenschaftlicher Karrierekulturen zu identifizieren und diese aus der Perspektive des wissenschaftlichen Nachwuchses im Hinblick auf das Erleben, die Wahrnehmung, Interpretation und Bewertung von Vertrauen zu analysieren. Daneben wird geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen der Verankerung von Vertrauen in universitären Leitbildern und Förderangeboten für Nachwuchswissenschaftler_innen und dem Selbstvertrauen und Kompetenzzuwachs von Nachwuchswissenschaftler_innen gibt.

5. Verantwortung: Das Teilprojekt mit dem Schwerpunkt des Erlebens von Vertrauen ist an der Universität zu Köln angesiedelt. Die empirische Analyse und Einordnung der Befunde in einen strukturellen sowie theoretischen Rahmen erfolgt aus vorrangig bildungs- und kultursoziologischer Perspektive. Dazu bringt das Kölner Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften (Lehrstuhl Erziehungs- und Kultursoziologie, Prof. Dr. Julia Reuter) in das Verbundvorhaben die entsprechende Expertise und fundierte Forschungserfahrung zu Bewertungspraktiken und Identitätskonstruktionen im Wissenschaftssystem ein.

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